BAUGRUND DRESDEN und die Sächsische Staatsbauschule

Dem Besucher von BAUGRUND DRESDEN fällt der Firmensitz, das alte Gebäude in der Paul-Schwarze-Straße, auf. Dieses Gebäude spielte in der Dresdner Bautradition eine wichtige Rolle, denn es war bis 1945 der Sitz der Sächsischen Staatsbauschule.

Die Geschichte dieser Schule begann im Jahr 1837 mit der Gründung als Königliche Baugewerkenschule zur Ausbildung von Bauhandwerkern zu Baumeistern. Die Schule war Teil der schon bestehenden Technischen Bildungsanstalt, dem späteren Königlichen Polytechnikum, aus dem dann die Technische Hochschule Dresden hervorging.

1873 wird die Baugewerkenschule selbstständig. Die Schule wurde 1910 in Königlich-Sächsische Bauschule, ab 1920 schließlich in Sächsische Staatsbauschule umbenannt.

Namhafte Lehrer an der Technischen Bildungsanstalt sowie an der Baugewerkenschule waren damals u.a. Johannes Andreas Schubert, Wilhelm Gotthelf Lohrmann, Carl Weißbach, Benno Löser, Christian Otto Mohr und Hubert Engels. Nachdem die Schule in verschiedenen Dresdner Gebäuden untergebracht war, bezog sie 1898 ihr eigenes, neues Gebäude, das ganz den Bedürfnissen einer Bauschule entsprach. Darauf weist auch der Schlussstein im Hauptportal mit Dreieck und Zirkel hin.

Am 13. Februar 1945 wurde das Gebäude durch das Bombardement stark zerstört und blieb bis 1957 eine Ruine. Nach dem Krieg blieb die Bauschule nur wenige Jahre selbstständig und wurde 1951 der Ingenieurschule für Bauwesen in Zittau angegliedert.

Der Wiederaufbau des Gebäudes erfolgte in den Jahren 1958 bis 1959 in stark vereinfachter Form, vor allem, was die Fassade und das jetzt fehlende vierte Obergeschoss betrifft. Als Nutzer zogen 1959 das Planungsbüro „IPRO-Dresden“ und die Baugrunduntersuchungsstelle „Baugrund Berlin, Bereich Dresden“ ein.

Heute ist das Gebäude im Besitz einer Immobiliengesellschaft und ist die Heimstatt nicht nur von BAUGRUND DRESDEN, sondern auch von einer großen, international tätigen Anwalts- und Wirtschaftskanzlei. BAUGRUND DRESDEN ist nunmehr seit mehr als 40 Jahren an diesem Standort tätig – eine Tradition im besten Sinne.

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